Pathologie der T-Welle

T-Welle
Die T-Welle als Abbild der terminalen Erregungsrückbildung (Repolarisation) der Kammermuskulatur zeigt sich im normalen EKG als halbrunde positive Welle. Mit einer Höhe von 1/6 bis 2/3 der R-Zacke.
QT-Zeit
1/6 - 2/3 R

In einigen Fällen kann auch beim Gesunden die T-Welle von dem oben genannten abweichen:

konkordante T-Welle
  • V1: möglicherweise negative T-Welle
  • Konkordante T-Welle: bei überwiegend negativem QRS-Komplex in der gleichen Ableitung kann auch die T-Welle negativ sein.
    (Konkordanz zwischen elektrischem Hauptvektor und T-Welle)
  • V1-V3: möglicherweise T-Welle höher als 2/3 der R-Zacke

Pathologika der T-Welle

Dem gegenüber werden pathologische Veränderungen der T-Welle unterschieden:
  • Abflachung der T-Welle
    höherer Sympathikotonus, Digitalisierung (vgl. auch muldenförmige ST-Strecke)
  • T-Negativerung
    Zur genaueren Beschreibung wird zwischen einem präterminal- und terminal-negativen T unterschieden:
    • präterminal: absteigender Schenkel > aufsteigender Schenkel (Winkelhalbierende <90°), letzter Anteil ggf. positiv
      mögliche Ursache: Myokardschädigung bei KHK, Hypertonie,…
    • terminal: Schenkel gleich
      mögliche Ursache: Myokardschädigung bei Koronarinsuffizienz , Myokarditis, Perikarditis,…
  • Überhöhung der T-Welle
    Auffallend hohe T-Welle → hoher Vagotonus ("vegetatives T")
  • Zeltförmige T-Welle
    hohe, breite und spitze T-Welle → frischer Myokardinfarkt ("Erstickungs-T")
  • hohe T-Welle bei Hyperkaliämie
    hohe, spitze und symmetrische T-Welle mit hartem Übergang zur isoelektrischen Linie (bei Kalium > 6mmol/l)
präterminal-negatives T
terminal-negatives T
hohes T ("Erstickungs T")
präterminal-negatives T mit pos. Anteil abgeflaches T
T bei Hyperkaliämie