ventrikuläre Hypertrophie

Vergrößerung der Herzkammer

elektrischer Herzvektor
Eine Hypertrophie (Verbreiterung) der Kammer durch eine chronische Druck- und/oder Volumenbelastung lässt sich auch im EKG beurteilen bzw. abbilden. Der QRS-Komplex, als Darstellung Kammerdepolarisation, zeigt entsprechende Veränderungen.

Das vergrößerte Herz verändert seine Form (Zunahme von Muskelmasse, Dehnung der Herzkammern). Es kommt zu einer Änderung der elektrischen Herzachse und somit des Lagetyps.

Kommt es z.B. im Rahmen einer art. Hypertonie zu einer Zunahme der Muskelmasse (hier linker Ventrikel), spiegelt sich dies auch in einer Veränderung des QRS-Komplexes wider (hohe R-Zacke).

Mit zunehmender Wandstärke vergrößert sich auch der elektrische Herzvektor zunehmend (vgl. oben). Bei einer asymmetrischen Zunahme (links- bzw. rechtsventrikuläre Hypertrophie) wird er entsprechend ausgelenkt.

Zudem finden sich auch Veränderungen der ST-Strecke als Zeichen von Erregungsleitungsverzögerungen bzw. Erregungsrückbildungsstörungen im Rahmen der Hypertrophie.

Insgesamt treten jedoch diese EKG-Veränderungen unterschiedlich spät auf. Insbesondere beim im Verhältnis muskelschwächeren rechten Ventrikel kommt es erst spät zu einer deutlichen Manifestation der Hypertrophie im EKG. Heute sind andere diagnostische Verfahren hier meist zu einem deutlich früheren Zeitpunkt wegweisender (Echokardiographie).

rechtsventrikuläre Hypertrophie
Vergrößerung der rechten Herzkammer
linksventrikuläre Hypertrophie
Vergrößerung der linken Herzkammer
biventrikuläre Hypertrophie
Vergrößerung beider Herzkammern

weitere Links

EKG-Indices zur Bestimmung einer ventrikulären Hypertrophie … Link Pfeil